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Richtige Kennzeichnung von Wegen und Stellplätzen

von | 11. Jun 2014 | Bodenmarkierungen | 0 Kommentare

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Bodenmarkierungen

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Wegkennzeichnung

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Stell- und Lagerplatzkennzeichnung

Bodenmarkierungen

Bodenmarkierungen kennzeichnen im Innen- und Außenbereich eine Vielzahl von Flächen und Wegen. Durch eine einheitliche Farbgebung und der Einhaltung von empfohlenen Abständen erhöhen Sie die Sicherheit und Effektivität im industriellen Umfeld.

Bodenmarkierungen sollen dazu beitragen, dass die Unfallgefahr durch klare Kennzeichnung von Wegen reduziert wird. Durch Einhaltung einfacher Grundsätze wird der Suchaufwand reduziert und Verwechslungen vermieden. Im Wesentlichen wird bei Bodenmarkierungen zwischen Wegkennzeichnungen und Stell-/ Lagerplatzkennzeichnungen
unterschieden.

Bodenmarkierungen Abgrenzungen

Bodenmarkierungen

Bodenmarkierungen Europalette

Bodenmarkierungen Lagerhalle

 

Bodenmarkierungen Autoparkplätze

 

Wegkennzeichnung

Grundsätze der Wegkennzeichnung

Wegearten:
Die Art der Wege lassen sich zwischen Innen- und Außenbereich sowie Haupt- und Nebenverkehrswegen unterscheiden. Wie und in welchem Abstand ein Weg gekennzeichnet werden sollte, ist von der Nutzung z.B. durch Fördertechnik und Transportkonzept abhängig.

*Die Art der Markierung kann dauerhaft mit Farbe aufgetragen oder
flexibel mit einem Band angebracht werden.

Einheitliche Wegbreiten:
Bei Bodenmarkierungen sind einheitliche Größen zu verwenden.
Beispiel einheitliche Wegbreite:

Die Bestimmung der Wegbreite ist von vielen Faktoren abhängig
wie z.B.: Transportmittel, Transporteinheit, Verwendungszweck, Transportrichtung u.v.m..

Wegbreiten:
In der folgenden Tabelle sind die empfohlenen Markierungsbreiten nach Wegbreite aufgelistet.

Orientierungstabelle Wegbreiten/Markierungsbreiten:

Die Auswahl der Markierungsbänder für normale oder starke Belastung ist von der Beanspruchung abhängig. Bei Stapler- und/oder Hubwagenverkehr wird die Verwendung von Markierungsbänder für starke Belastung empfohlen.

Wegkennzeichnung Außenbereich

Haupt- und Nebenverkehrswege im Außenbereich:
Die Gestaltung der Wege kann unter Berücksichtigung von „§ 39 StVO Verkehrszeichen“ und den „Richtlinien für die Markierung von Straßen“ vorgenommen werden.

Fahrbahnmarkierungen:
Die Fahrbahnmarkierung dient zur Orientierung und wird mit einer unterbrochenen Linie dargestellt.
Das Verhältnis von Strich zur Lücke beträgt 1:2 und ist von der Höchstgeschwindigkeit abhängig. Die Fahrbahnbegrenzung ist, wenn kein Bordstein vorhanden ist, mit einer durchgehenden Linie zu kennzeichnen.

Beispiel Straße:

  • Strichlänge: 3m
  • Lücke: 6m
  • Strichbreite: 120mm
  • Farbe: weiß

Parkflächenmarkierungen:
Parkflächenmarkierungen können in Längs- und Senkrechtaufstellung vorkommen.

  • Strichbreite: 100 / 120mm
  • Farbe: weiß / gelb
  • Strichlänge: abhängig von Verkehrsmittel

Haupt- und Nebenverkehrswege im Außenbereich:
Die Bodenmarkierung im Außenbereich wird vorwiegend mit Farbe aufgebracht. In Spezialfällen bei denen sich die Wege und Parkflächen oft ändern oder nur für eine begrenzte Zeit benötigt werden, bieten sich Bodenmarkierungsbänder für den Außenbereich an.

Wegkennzeichnung Innenbereich

Haupt- und Nebenverkehrswege im Innenbereich:
Die Bodenmarkierung im Innenbereich kann dauerhaft mit Farbe oder flexibel mit Klebebändern aufgebracht werden. Bei hohe Belastung ist die Verwendung von staplerfesten Klebebändern zu empfehlen.

Haupt- und Faustformel für die Wegbreite:

  • Wegbreite = (Wendekreis Transportmittel + Sicherheitsabstand)
  • Wegbreite = (z.B. 2,7m + z.B 0,5m) = 3,2m

Vergleich Kennzeichnungsarten:

Wegkennzeichnung Sonderwege

Für Sondermaschinen oder Industrieräume die im Nachtbetrieb oder ohne direkte Sonneneinstrahlung genutzt werden gibt es „Spurführungen von FTS-Fahrzeugen“ und nachtleuchtende Bodenmarkierungsbänder.

Bodenmarkierungsbänder nachtleuchtend:

Der Leuchtstreifen auf dem Band ermöglicht es die Bodenmarkierung auch ohne Licht zu erkennen (Für Fluchtwegkennzeichnung).

Spurführung von FTS-Fahrzeugen:

Durch optische Spurführung wird die Fahrbahn für FTS-Fahrzeuge gekennzeichnet.

Stell- und Lagerplatzkennzeichnung

Grundsätze Farbeinteilung

Die Farbeinteilung ist Unternehmenseinheitlich zu gestalten. Zur Orientierung sehen Sie in der unteren Tabelle eine Grundeinteilung der Farben nach Verwendungszweck.

Grundsätzliche Unterscheidung:
Es wird zwischen Grundfläche und spezifischer Fläche unterschieden.

Beispiele Gestaltung:
Im Bild sind zwei Grundflächen zu sehen. Die blaue Grundfläche besitzt drei spezifische Flächen und die grüne Grundfläche zwei spezifische Flächen.

Grundflächen

Eine Grundfläche markiert immer ein bestimmte Art von Fläche. In der nebenstehenden Grafik ist ein Beispiel eines Wareneingangs zu sehen.

  • Angelieferte Ware wird auf der blauen Fläche zwischengelagert.
  • Nach der Qualitätsprüfung wird die freigegebene Ware auf die grüne Fläche gestellt.
  • Ware, welche die Qualitätsprüfung nicht bestanden hat wird auf die Sperrfläche gestellt.

Vorteil:
Durch die farbliche Trennung kann nun keine ungeprüfte Ware in der Prozesskette weitergegeben werden.

Gestaltung spezifischer Flächen:
Zwischen den Symbolen und dem Ladungsträger muss ein Mindestabstand eingehalten werden, damit ein Wechsel der Ladungsträger gewährleistet ist.

Empfehlung Abstände:
Der Abstand X zwischen dem Symbol und dem Ladungsträger und die Symbolbreite Y sollten einen Abstand von 105mm nicht unterschreiten.

Abstände spezifischer Flächen:
Zwischen den Ladungsträgern muss ein Mindestabstand eingehalten werden, damit ein Wechsel der Ladungsträger gewährleistet ist.

Berechnung der Abstände:

  • Abstand der Ladungsträger =  Y + X * 2
  • Abstand der Ladungsträger =  75mm + 30 * 2 = 135mm

Spezifische Flächen:

Eine spezifische Fläche markiert immer eine Stellfläche für ein ganz bestimmtes Gut. Auf dieser spezifischen Fläche darf nur dieses Gut bereit- oder abgestellt werden.

Beispiel spezifische Fläche:
In der Grafik ist zu sehen, dass für das Material PP01 genau vier spezifische Stellflächen vorhanden sind.

Erfüllung von 5 der 7 „R“ der Logistik:

  • die richtige Ware
  • am richtigen Ort
  • in der richtigen Menge
  • zur richtigen Zeit
  • an den richtigen Kunden

Kennzeichnung spezifischer Flächen:

Zur Identifikation von spezifischen Flächen ist die Verwendung von Beschriftungsfenster zu empfehlen.

Je nach Anforderung kann das Format bestimmt werden. Die gängigsten Formate sind:

  • DIN A4
  • 1/2 DIN A4
  • 1/3 DIN A4
  • DIN A5

Stellplatzmarkierung:
Für die Visualisierung der Stellflächen gibt es eine Vielzahl an Symbolen. Die wichtigsten Symbole werden kurz vorgestellt:

  • X-Stück
  • T-Stück
  • I-Stück
  • Eckstück
  • Punkt

Zubehör

Bodenmarkierungen anbringen:
Zur Anbringung von Bodenmarkierungen wird das passende Werkzeug benötigt.

Übersicht:

Verarbeitungshinweise

Verklebung von selbstklebenden Bodenmarkierungsbändern:

Wichtiges vorab:
Alle in diesen Verarbeitungshinweisen enthaltenen Angaben beruhen auf Testergebnissen. Dies schließt jedoch nicht aus, dass jeder Verwender die Eignung des Markierungsbandes für den von ihm vorgesehenen Verwendungszweck selbst prüfen muss.

Wichtige Hinweise zur Untergrund-Beschaffenheit:

  • Die Oberfläche muss fest, eben und geschlossen sein.
  • Feuchtigkeit, Schmutz, Fett, Staub, Teer, Wachs, Klebestoffrückstände etc. müssen entfernt werden.
  • Aufgebrachte Farbuntergründe müssen fest haften, lösemittelfrei, silikonfrei und durchgetrocknet sein.
  • Keine Verklebung auf permanent nassem Untergrund möglich.
  • Nach Nassreinigung mit Bodenreinigern zweimal gründlich spülen. Boden gut trocknen und vor dem Verkleben mindestens 1 Stunde warten.
  • Nach Reinigung mit Lösungsmitteln den Untergrund ca. 10 Minuten ablüften lassen.

Temperatur:
Die Umgebungs- und Oberflächentemperatur sollte mindestens +12°C betragen. Ggf. für Warmluftzufuhr vor, während und nach der Verarbeitung sorgen. Hierdurch wird der Kleber besonders gut aktiviert.

Verklebung von selbstklebenden Bodenmarkierungsbändern:

Verklebevorgang:

  • Schutzpapier von der Rückseite ca. 10 cm abziehen. Nie mit den Fingern die Klebeschicht berühren.
  • Das freigelegte Ende des Streifens in die richtige Position bringen und fest andrücken.
  • Mit der einen Hand nun fortlaufend das Schutzpapier abziehen und mir der anderen Hand den Streifen gut anreiben.
  • Mit einer geeigneten Andruckrolle oder mit einer Holzrolle, das Markierungsband anpressen.
  • Bei breiteren Streifen immer von der Mitte zum Rand rollen um Luftei